Familientherapie

64Bei einer Familientherapie liegt der Fokus der Behandlung nicht auf einem „Störungsträger“, sondern auf der gesamten (Klein-)Familie. So kann zwar ein Familienmitglied Verhaltensauffälligkeiten zeigen, diese werden jedoch als Hinweis einer Störung im „System Familie“ verstanden. Verhaltensauffälligkeiten werden hier u.a. erklärt als:

  • Reaktion auf Belastungssituationen,
  • Reaktion auf ungünstige negative familiäre Konstellationen,
  • Reaktion der Familie auf äußere Einflüsse (Familienmitglieder aus dem weiteren Umkreis, andere Bezugspunkte wie Schule, Gleichaltrige usw. ),
  • als eine Störung in der Familie als Gesamtes oder eines Subsystems (beispielsweise die Ehe der Eltern oder starke Geschwisterrivalität).

Schwerpunkte einer Familientherapie sind neben dem Aufdecken unbewusster Dynamiken und Kommunikationsstörungen in der Familie auch das Erarbeiten alternativer Bewältigungsmechanismen.

Die Vorgehensweise orientiert sich an den Bedürfnissen der Gesamtfamilie und kennzeichnet sich durch eine gemeinsame Erarbeitung oben beschriebener Schwerpunkte.

Familientherapeutische Maßnahmen werden in der Regel nicht von den Kassen erstattet.