Diagnostik

Diagnostik ist ein hilfreiches Instrument, wenn man wissen will, „was mit dem Kind los“ ist. Kinder zeigen hin und wieder vorübergehende „harmlose“ Auffälligkeiten. Dauern sie jedoch länger an oder lösen sie einen starken Leidensdruck bei sich und anderen aus, so kann eine rechtzeitige diagnostische Abklärung eine sinnvolle Hilfe sein, um weiteres Leiden zu vermeiden und rechtzeitig „gegensteuern“ zu können.

Diagnostik kann u.a. sinnvoll sein bei Verdacht auf:

  • Hochbegabung
  • Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom (ADS/ ADHS)
  • Schul- und Prüfungsängste sowie andere Ängste
  • Lernblockaden
  • Selbstsicherheitsprobleme u.a.

Die Diagnostik wird außerhalb einer therapeutischen Maßnahme bei Therapeuten leider nicht von den Krankenkassen übernommen. Eine Kostenübernahme ist meist nur bei Kinder- und Jugendlichenpsychiatern, den Sozialpsychiatrischen Zentren (SPZs) sowie Ambulanzen der Kinder- und Jugendlichenpsychiatrien möglich. Hier ist allerdings meist mit langen Wartezeiten zu rechnen, so dass Eltern abwägen müssen zwischen einer schnellen und eigenfinanzierten Diagnostik oder einer späteren und meist kostenfreien Diagnostik.

Dabei ist zu berücksichtigen, dass eine reine Intelligenzdiagnostik meist nicht und eine Leserechtschreib- und Dyskalkuliediagnostik nur selten von den Krankenkassen übernommen wird. Auch eine Einschulungsdiagnostik, wie sie bei „Kannkindern“ sinnvoll sein kann, wird meist nicht übernommen.